- ' - -- 379
mühungen; den 14 Jänner rözy. ward er zu Thuebey einem Gastmale von dreyßig verlarvtcn Perso.nen überrascht und mitten unter Scherzen und Spie-len plötzlich erschlagen; ungeachtet alles Nacbfor-schens wurde keiner von den Mördern jemals ent-deckt.
Nicht nur in pündten, auch in der Eidgenoß-schaft hatte Frankreich beynahe alles Zutrauen ver-loren. Sehr schlecht wurden von dieser Krone dieausstehenden Schulden und Jahrgelder bezahlet;die Truppen wurden übel gehalten und die schwel-zerschcn Raufleute mit neuen Beschwerden belästigt.Auf der eidgcnößischcn Tagl.istung im Märzen 16Z7.beschloß man hierauf, den französischen Truppenaller Orten die Pässe zu sperren und mit vereinig-ten Kräften die Neutralität in Burgund zu behaup,ten. — In dem folgenden Monate ließ der neuer-wahltr Kaiser Ferdinand III. den Rantons seineThronerhebung durch einen Gesandten berichten. Inder Anrede nennte sie dieser des Kaisers liebe, ge,treue und ehrsame; solche Benennung ward ihm,als der helvetischen Freyheit und Würde nachtheilig,verwiesen, übrigens aber der Kaiser fcyerlich beglück-wünscht und ihm die Wiederherstellung des FriedenSdringend empfohlen.
Noch immer wüteten die Flammen des Krieges anden helvetischen Gränzen. Von ncnenbnrgischer Sei-te fiel der Herzog von Longueville, von lothringi-scher Seite der Herzog von Weimar in Burgundein. Die Burgunder, die erst noch die eidgenößi.sche Vermittelung verschmäht hakten, nahmen iztaufs neue Zuflucht bey den Rantons. Zu ihren