Band 
Erster Theil.
Seite
381
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Margarethen wird gestattet, nach eigenem Beliebenaus den reformierten Rantons ihre Pfarrer zuwählen, jedoch nicht ohne Vermissen des Abts undunter Verpflichtung, sie von diesem bestätigen zulas-sen. Die Gemeinde Valgach behalt ihr unumschränk-tes Patronatrecht, nur daß sie den gewählten Pfar-rer dem Abt darstellt.

Mittlerweile glaubte jedermann den Herzog vonWeimar im Bistum Basel, seinem Winterquartier,begraben. Der Held wußte aus Erfahrung, daßKühnheit um so viel glüklichcr ist, je unvorgesehenrvsie mit ihrem Streich überrascht. Wohlbesetzt hinter,ließ er die Pässe und ganz unvermuthct überflog eoim Jenaer 1658- die beschneyten Gebürge, zog beyNacht und Nebel, durch unwegsame Krümmungenüber den baslerschen Boden, bey Rheinfelden vor-bey und langte glüklich zu Stein an. Nach kurzerNastzeit sezte er über den Fluß und bemächtigte sichder Städte Seckingcn und Laufenburg. Als erseine Siege verfolgte, kamen ihm die Raystrlicheentgegen und bey Bücken geschieht ein blutiges Tref-fen, mit zweifelhaften Erfolge. Drey Tage hernachwird das Gefecht unter Rheinfelden erneuert undder Herzog rächt seine erschlagncn Krieger durch denvollkommensten Sieg. Hierauf gieng er auf Rhein,selben, und den 12 Merz i6g8. ward auch dieserPla; zur Uebergabe gezwungen. — Voll Unruh undMißvergnügen sahn die benachbarten Cantons demblutigen Spiel zu. So wohl bey dem Raiferalsbey der Erzherzogin Claudia entschuldigten sie dieNichtverhinderung des weimarifchen Durchzugcsmit ihrer Unwissenheit und mit dem Unvermögen zur