Band 
Erster Theil.
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möchte aus dieser an sich selbst so billigen und vater-ländischen Anstalt unvermerkt eine ewige Auflageerwachsen. Umsonst daß man durch obrigkeitliche Ge-sandte das Mißtrauen zu tilgen bemüht war. Nachfruchtlos versuchter, gütlicher Unterhandlung, wur-den zween der vornehmsten Rädelsführer gesanglichvon flenzburg nach Sern geliefert, ungeachtet beyvierzig Gemeinden aus dem Aergäu um ihre Erle-digung baten. Als nun auch der Schultheiß vonThun einen andern von den Mitverschworncn ein-ziehn ließ, geriekh alsdenn das Feuer des Aufrnh,res vollends in Flammen. Das Weib des Gefan-genen eilte voller Schrecke» und halb nackend zu denNachbarn , ihr Geschrey verbreitete sich über die um,liegenden Dörfer und schon standen am frühen Mor,gen bey 600. Mann bcwafnet vor dem Schlosse zuThun; nach Mittag wuchs der Haufen auf 1500Mann an. Wahrend daß der Schultheiß Berichtauf Lern schikte und mit den Rathen in Berathschla-gung trat, wagt sich der Gefangene über die Schloß-mauren hinunter und durch seine Rettung wurdeeinigermassen die Wuth des Pöbels besänftigt. Denn. May 1641. wurde ein Ausschuß desselben vonden bernerschkn Gesandten in Thun verhört. Hier-auf wurde vcdcnkzeil bewilligt. Diese wendete dieRegierung in Lern an zu bestmöglicher Vorkehr;sowol in die Stadt als in die Schlösser auf der Land-schaft legte sie kleine Besatzungen und nach derHauptstadt führte sie beträchtlichen Getraydvorrath;die treugcbliebenen Unterthanen bestärkte sie durch Ge-sandte in den guten Gesinnungen; die benachbartenBundögcnossen ersuchte sie um sorgfältiges Aufscha.