Band 
Erster Theil.
Seite
389
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Wahrend daß die Aufrührer sich zahlreich in Lang-nau versammelten, versammelte sich, zu reifer De-herzigung des Handels, eine evangelische Taglei»stung zu Arau Diese schikte nebst den bernerschenGesandten auch die thrigen auf eine Zusammen-kunft nach Thun; daselbst erschienen auch die Aus-gefchostnen der rebellischen Gemeinden, bey izo.Mann stark. Auf die rührenden Vorstellungen sowolder bernerschen als der cydgenößischen Gesandten oftnete der Ausschuß der Aufrührer die Augen, undmit Thränen baten sie um gütliche Vermittlung.Diese ward ihnen bewilligt, jedoch unter dem Be-ding , daß die Ausgcschosscne der Gemeinden in An.Wesenheit der cydgcnößischcn Gesandten öffentlich inder Kirche zu Thun ihr grosses Vergeh» erkennen,und hernach zehn aus ihnen vor dem Rathe zu vcrnfußfällig um Verzeihung bitten. Hierauf stellten dieeydgcnößische Gesandte folgende Artickcl: — Diewolgcmeinte Steueranlage soll der Obrigkeit entrich-tet werden. — Auf Fürbitte der Kantons verschontdie Obrigkeit die aufrührifchcn, aber selbstbctrogencnund nunmehr höchst reuigen Gemeinden mit der sonstwolverdiein.-n Bestrafung, auch laßt sie ihnen dieüber den Handel ergangcncn Unkosten gnädig nach.Wofern sie glauben, Ursache zu klagen zu haben, soniögen sie ihre Beschwerden der Obrigkeit in demü-tigen Bittschriften bescheiden vortragen. Den 20.Iunius 1641. — Auf solche Weise wurden die in-nern Unruhen glüklich gestillt.

Zu dieser Zeit war der Jnsprugger-Vertrag zwi-schen Punkten und Dcsterrcich nicht nur noch nichtbekräftigt, sondern auf alle Weise wurden die VIII.