Band 
Erster Theil.
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freye Gerichte im prettigäu von der JnspruggerRegierung an ihren höchsten Rechten gekränkt. ZurBehauptung dieser Rechte unterhielten sie lange Zeiteinen Gesandten auf dem Reichstage zu Regenspurg.Auch liessen sie deswegen eine öffentliche Schrift imDrucke ausgehn. Alles dessen ungeachtet, gelangtensie noch nicht zu völliger Ruhe.

Eben so wenig konnten,wegen unaufhörlicher Streiftzöge an den Gränzen, die Rantons, sonderlich Zü-rich, Bärn, Basel, Schaf'hausen, zur Ruhe ge-langen. — In Burgund würd« der Waffenstillstandschlecht beobachtet. Schon hatten die Franzosenin dieser Grafschaft, ausser einigen Städten, bey1500. Dörfern in die Asche gelegt. Umsonst, daßdie Eidgenossen an Wiederherstellung der Neutra-lität noch so eifrig arbeiteten; umsonst daß sie, beyfernerer Verletzung derselben, dem Könige alle wei-tere Beyhilfe an Truppen versagten; umsonst daßSpanien und Oestreich noch so sehr auf die Beob-achtung dieser Neutralität drangen: Die Franzosenfuhren fort, in der unglüklichen Provinz den Mei-ster zu spielen In diesem Jahre 1642. lief der fran-zösische Bonschafter in der Eydgenoßschaft in dieGefahr einer grossen Beschimpfung. Bey seinerDurchreise durch Mellingen ward ihm mit Ungestümmder Zoll abgefodert. Diese Beleidigung nahm eräusserst hoch auf. Die Mellinger entschuldigten sich:Bisher hätten alle Bottfchafter das Weggeld beyihrer Brücke bezahlt; die Leute in dem Gefolge desGesandten hätten mit den Bürgern Händel anfangenwollen, dadurch seyn einige von diesen gereizt wor-den, zu den Waffen zugreiffen und dir Stadtthore