Band 
Erster Theil.
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ten Stand zu setzen. Auf eingezogenen Rath vcndem Landvogte, der ein Zürcher war, und von Zu.pich selbst, fuhren die Bauren in ihrem Kirchcnbaufort. Hierüber kömmt der Landschrcrber und ver-beut die Fortsetzung desselben im Namen der fünfmitrecziercndcn, katholischen Aantons. Der Land-vogt Füstli von Zürich aber iveudt ein, daß diehochobrigkeitlichen Befehle keineswegs durch dieHän»de des Landschrcibers, sondern durch die seinigc gchnmüßten; da also au ihn selbst kein Auftrag gelaugtsey, so sollen die Arbciksleute an ihrem Werke unge-stört fortfahren. Hierauf versammelten sich die Ge-sandte der regierenden Kantons zu Frauenfeld. DieBauern, sondcrhcitlich die Arbeitsleutc bey dem Kir-chcnbau wurden zu Rede gestellt; Zürich nahm stein Schutz; die katholischen Gesandte dräuten ih-nen als Aufrührern mit Leibes-und Lebensstrafen;von den zürchcrschen Gesandten wurden sie in Si-cherheit gebracht und mit sechs Reutern und eben soviel Fußknechten verwahrt. Zürich schlug das citge-noßische Recht vor; die katholische Rantons schlu-gen es aus. Die Züricher waren entschlossen, Ge-walt mit Gewalt abzutreiben; zur Beschützung derbedräuten Bauleute gegen jeden besorglicheu Angriff,hatten sie schon 400 Mann zu Fusse, und 200 zuPferde in Bereitschaft. Durch folgenden Dorfallwurde die gegenseitige Verbitterung vergrößert: —Der Abt von 8'schmgen bediente sich des Vor«wandes, daß, Vermög des Landesfricdens, so baldin einer Gemeinde drey oder mehr ehrliche Männervon der einen oder von der andern Religion es alsoverlangen, man ihnen einen Geistlichen nebst der hal-