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den Pfarrpfründe bewilligen müßte. Er dankte alsoetliche von seinen reformierten Lehnleuten in derthurgäuischen Gemeinde Lustorf ab und seztean ihreStelle katholische; den einen von diesen beschuldig,ten die Einwohner zu Lustorf, daß er eidlich »er«bannt sey; der andere war wegen Schulden entwi,chen; der dritte ein fremder aus dem Schwabenlan,be. Für diese Leute verlangte der Abt einen AltarIn der reformierten Rirche nebst dem halben pfrund-einkommen zur Bedienung desselben. — Don denkatholischen Rantons wurde die Gemeinde Mweil,wegen Niederreissung bemeldter Kapelle, um 200aGulden gebüßt, die Gemeinde Lustorf aber verpfiich,tet, in ihre reformierte Kirche einen Altar setzen zu,lassen. Die Zürcher hingegen untersagten erstererGemeinde die Erlegung der Busse, und leztrcr Ge,mcinde befahlen fie, mit Gewalt die Erbauung desAltars zu verhindern. Don beyden Seiten wurdendie Gränzen bewacht und mit jedem Augenblicke er,wartete man den Sturmschlag. Endlich gelang esden Gesandten von Gchafhauscn und dem franzö»fischen Botschafter, daß beyde Partheyen sich biszur nächsten, eidgenößischen Tagsatzung beruhig-ten. Auf dieser Tagsatzung im Februar 1645, rede«ten auch die Gesandte von Frankreich und Spa.nten sehr nachdrüklich zum Frieden; die streitigenPartheyen hingegen bezeigten sich äusserst erbittert;die Ratholicken drangen auf eine Landestheilung;dadurch wäre die reformierte Religion an man-chem Orte in größte Gefahr gerathen; die Zürcherwidersetzten sich also dieser Theilung mit allem Eiferund Nachdruck; hierauf gaben die unpartheyischen