435
Runstfleiß weniger Nahrung aus Deutschland zog,so zog er desto mehr aus Italien und 8 rankreich.Das allgemeine Waarenlager war Lyon, sonder,heitlich auch für die Tolles, welche häufig nach Spa.Nien giengeu. Zugleich mit dem Wachsthum derFabrickcn zu Tours und Lyon, wuchsen auch inder Schwettz, besonders in Zürich das Setdenge-zwirn und die Floretgespunst, vorzüglich aber dieVuratgewerbe. — Je länger je mehr wurde dieZolleinnahme ein wichtiger Gegenstand für die Re-gierung; zur Ersparung der Zollbedienten und Zoll-häuser , stellte man auf Zuschn hin den Handelsleu-ten, auf deren Treu man sich verlassen konnte, be»sondere Büchsen zu, worein sie beym Eyde alles hin-legten, was verzollt werden mußte.*) Zugleich wur-de erkennt, daß alle Haudelswaaren, welche ein-und ausgeführt werden, in das Kaufhause geliefertund daselbst verzollt werden sollen. ") Auch wurdenverschiedene, neue Zolleinrichtungen entworfen."*)Eifersüchtig behauptete man die Zollfreyheiten undandere Vortheile der Durchfuhr bey den benachbar-ten. Als im Jahr 1642. die kaiserliche Befehlshaberzu Hohcntwiel und zu Konstanz die eidgenößischenWaaren in Verhaft nahmen, widersetzten sich dieKantons solchen gewaltsamen Schritten mit vereinig-tem Nachdrucke; eben so nachdrücklich behauptetensie in gleichem Jahre die Sicherheit des RheinpaffeS
*) S. zürcherschcs Stadt-Man. 17 Iänn. r6rr.
*') S. U. M. ri. Jul. i 6 io. St. M. unterm letztenOct. i«zi.
"') U. M. zo Augstin. »617. St. M 1 Scpt. 17-8,u- s w.