Band 
Erster Theil.
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gegen den französischen Bottschafter. — Durch klugeVorkehr und sparsame Wirthschaft wurden die Schul-den getilgt, die Ausgaben bestritte», die Zeughäu-ser vermehrt, neue Collegien, Pfarren, Waysenhau-ser, Stipendien und andere gemeinnützige Anstaltengestiftet; in Zürich wurde die vormalige Gutsteuererneuert; zu Stadt und Lande bezahlte jeder Ein-wohner 4 Schillinge von jedem ioo Gulden; dasversteurende Hauptgut war um eine halbe Millionangewachsen.

Noch war in diesem Zeitalter das Postwesen we-nig begünstigt. Spuren dieser gemeinnützigen Erfin-dung findt man schon bey den Angari und Astandaunter den Persern und hernach bey den Hcmero-dromen unter den Griechen; auch die Römer hat«teil eine Art öffentlicher Lauser; nach dem Verfallder römischen Monarchie gieng diese Anordnung bey-nahe gänzlich zu Grunde. Auf eigne Unkosten errich,tete Rarl der Grosse zuerst wieder eine solche Postauf den Hauptstrassen nach Italien, nach Spanienund Teutschland/ die aber nach Dertheilung des frän-kischen Reiches nicht länger fortdaurete. Nachherführte die hohe Schule zu Paris zum Nutzen derStudircnden eine Post in dem Innern des Reichsein; in dem Jahr 1462 und 1467 veranstaltete Lud-wig XI auch auswärtige Posten. — In Italienwaren schon in dem VM Jahrhundert die Viscontiauf ähnliche Einrichtungen bedacht; erst aber imJahr IZ 7 Y erhielt daselbst das Postwesen diejenigeForm, welche es noch heut zu Tage hat. In eini,gen Provinzen von Teutschland soll schon seit Jahr,Hunderten eine Art Post wie bey den alten Römern