Band 
Erster Theil.
Seite
455
JPEG-Download
 

455

indem er die Hilfswerbung des Caminergerichtcs beyden Standen als Verachtung seines kaiserlichen An-fthns erklärte. Unterm 4 März rüzr ließ er dieCameralen sowohl als den Churfürsten zu Mayn; aufsneue sehr ernstlich zum Gehorsam ermähnen. Dieserletztere giebt sich alle Mühe, wegen des rückständigenBeytrages zwischen der Stadt Basel und dem Cam-mcrgcricht einen Verglich zubcfördcrn. Die Eidge-nossen schlagen jeden Derglichsentwurf aus. Zu ih-ren Gunsten schreibt der Kvnig in Frankreich an dieChurfürsten von Trier und Mayn;. Endlich werdendie arrestierten Waaren, jedoch nicht ohne Prokc-station und Gegenprorestalion, ausgeliefert. Aufdiese Weise endigte sich das schwere Strcitgeschasr,zu dessen Beylegung unser Wcttstein so vieles bey-trug.

XXVI.

Eidgel ößische Unterhandlungen mit Frank-reich, Savoyen, Oesterreich vom Jahr

1649 — I6s2.

Jahr 1649 überließ Oesterreich dem Zehnge.richte Bund im Pündtnerland für 75000 Gulden alleseine Ansprüche sowohl in den Vlll. Gerichten alsin dem Untern Engaddin. Feyerlich ward dieserAuskauf von Kaiser Ferdinand III. bestätigt.

Beynahe durch ganz Europa verbreitete nunmehrder Frieden seine wohlthätigen Stralcn: Von allenandern Feinden bcftcyt, wagte sich Frankreich den