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Sogleich Anfangs des Jahres 165;. erschienen indem Dorfe Schupfen drey Schuldboten, einer vonihnen in der obrigkeitlichen Livree; bey Hellem Tage,theils im Gasthofe, theils auf offenem Platze wurdenfie angepackt, ihnen die Hände auf den Rücken ge-bunden, der Mund mit Knütteln gestopft, die Oh-ren und Nasen mit hölzernen Klammern behängt,und sie so unter dem Begleite der Pfeiffen und Trom,mcln zum Dorf hinausgeführt, mit scharfer De-drauung, daß jeder künftige Schuldeneintreiber nochschlimmer davonkommen werde. Auf die Nachrichtvon dem Unfug und der Zusammcnschwörung erschienim Hornung unter Schultheiß Dulickers An-führung eine obrigkeitliche Gesandtschaft, sowol vongeistlichen als weltlichen Herren, in dem Entlibuch;sehr wol wurden sie von den Acltesien der Gemein-den empfangen und mit einem Trunk Weines bewir-thet, den sie treuherzig aus ihrer Hände annahmen;unvermerkt aber verschwanden die Aeltcsten, unddie Gesandte sahn sich vom rasendem Pöbel mit schwe-ren Kolben umringt. Morgens darauf, den ZtenHornung, steckte dieser Pöbel gleich bey der Herbergder Gesandten eine weisse Fahne aus, nahm sie ge-gen zehn Uhr herunter und zog damit auf das Felde,woselbst die Einwohner aus den umliegenden Dör,fern sich fluthcnwcise angeschwellt hatten. Nachgetroffener Abrede in Betreff ihrer gemeinschaftlichenForderungen, zogen sie zu dreyen hoch, jeder mitseinem Kolben, vor die Herberg der Gesandten, ohnediesen, die an dem Fenster standen , die geringsteHöflichkeit zu erweisen, und von da vorüber nachder Kirche. Den Jug eröffneten drey junge Gesellen