Band 
Erster Theil.
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Trattengcld, der dritte die Stelle eines Landhaupt-manns. — Den hierüber erhaltenen Wink theilte Fri,sching der Obrigkeit mit und cmpfieng hierauf denBefehl, daß er von den Banren keine solche Artickclannehmen sollte.

Zur Wiederherstellung des gegenseitigen, gutenVerständnisses schickten die VI katholische Rantonseine ansehnliche Gesandtschaft nach Luzerii. Zu wil-lisau berief diese Gesandtschaft einen Aueschuß derzehn Aemter vor sich, mit dem Ansinnen: IhreBeschwerden sollten sie entweder der Obrigkeit selbst,jedoch in gehörigen Schranken und ohne Tumult vor-tragen, oder aber den ganzen Handel den Gesandtenzu gütlicher Beylcgung anvertrauen. Schriftlich über-reichten ihnen die Bauren sieben und zwanzig Klagspuncten, anerkannten sie als Vermittler und Schied-rrchter, jedoch mit Vorbehalt offener Hände. — Hier-auf verreiseten die Gesandte nach Luzern ; daselbsterhielten sie von der Obrigkeit, daß sie den Baurendie einen von den Forderungen bewilligte; die übri-gen aber wurden, als nachrheilig für die Landesho-heit, verweigert Mit dieser Nachricht begaben sichdie Gesandte, nach getroffener Abrede, gufrverdenrstein, um ferner mit den Lauren in Unterhandlungzu treten; kaum aber hatten diese vernommen, daßihnen nicht alle Puncten bewilligt worden, so faßtensie gegen die Gesandten selbst ein Mißtrauen, nah,men sie in Arrest, besetzten die Hauptpasse bey Gy,fikcn und an der Emma , sperrten die Zufuhr, zo-gen bewaffnet gegen der Hauptstadt und bedrohtendie Obrigkeit mit Mord und Todsthlag, die Stadtmit Brand und Verwüstung.