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gegen -ihre Nachbarn waren aufgemahnt worden,so erklärten sich die Einen, daß sie vor Auslieferungder Reisegelder nicht auszieht», die andern, daß sieniemals zu Unterjochung ihrer Bruder Hand beutenwerden; noch andre, daß sie vielmehr geneigt seyn,den bedrängten Unterthanen selbst Hilfe zu leisten —Gleich einer verborgenen Pulvermine, die durch ei»nen einzigen Feuerfunkcn cntzündt wird, bricht auchdas allgemeine Mißvergnügen, noch so tief und nochso lange vergraben, auf einmal furchtbar hervor;nur einer darf öffentlich aufsteht», und sogleich er-wekt er bey taufenden. — Von Thun bis aufBrugghatte plözlich die Schwärmerflamme des AufruhresAlles ergriffen; niemand blieb mehr auf Seite derObrigkeit als die Prediger der Landschaft Thun,die Municipalstädte und einige Landsassen; umso viel verdienstlicher war ihre Treu, da sie sich des-wegen von den Bauren mit Mord und Brande be-droht sahn.
Auf der oben erwähnten, gemeineidgenößischenTagsatzung hatte man gegen etwannige Empörungeinen gemeinschaftlichen schleunigen Beystand ver-abredet: Nunmehr aber riech der Kanton Zürich,daß man nicht eher zu gewaltsamen Mitteln schreite,bis die gütlichen Mittel fruchtlos versucht wordenwären. Gleichwie die katholische Bantone denFrieden in dem Luzernergediete glüklich wieder her-gestellt hatten, so Höften izt die reformierte Ban-tone, mit gleichem Erfolge in dem Bernergebietedie Flammen der Zweytracht zu löschen. Um so vielbereitwilliger war die Obrigkeit zu Lern zur An-nahme gütlicher Vermittlung, da sie hiezu unterm