Band 
Erster Theil.
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an den Gränzen zwischen Bern und Solothurn,von den Dauren beyder Kancone aufgehalten; aufbeyden Seiten standen sie unter den Waffen/ undso mußte er zwischen ihnen hindurch gehn. — Aufgleiche Weise zogen die Schafhauscr von Bruggauch wieder nach Hause.

Der zahlreiche Schwärm der Aufrührer glich demunbeständigen Meer/ welches bald in fürchterlichenWogen sich aufihürmt, bald wieder in verdächtigeund unsichere Ruhe zerfließt. Inzwischen setzten dieTauren ihre Landesgemeinden fort. Auf einerderselben, zu Langcnthal, wählten sie Abgeordnetenach Bern , und zwar unter eidlicher Verpflichtung,wofern die Obrigkeit sie in Verhaft nehmen würde,sogleich die Sandvögte gefangen zu nehmen; schonhakten sie Aarrvangen und einige andere, obrig-kcttliche Schlösser belagert. Dringend rieth Baselzu gewaltsamer Vorkehr; Bern beharrte auf gütli-cher Vermittlung. In der Hauptstadt wurde einBußtag gcfeycrt. Durch obrigkeitliche Gesandtesuchte man die Bauren zu besänftigen; man anerborsich zur Anhörung ihrer Beschwerden; zugleichlegte man kleine Besatzungen in die Schlösser undden Landstädten befahl man, sich selbst zu verwahren.Aus dem Wattland, von Genf, Neuburg und Ba-sel ließ man Hjlfsvölkcr anrücken; alle Rantonebeobachteten sorgfältige Wachsamkeit. Ungeachtetin Geheim die Aufrührer bey Frankreich Hilfe suchtenund dem französischen Gesandten de la Barde ei-genmachtig ein Bündtniß antragen liessen,') so schlug

*) S. I. X. Schnitzers von Wartens« Geschichte tzer L»t-libucher, TH. l.