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Den 20/go. April hielten die Aufrührer einen neuenallgemeinen Landtag zu Hutweil; schriftlich ludensie zur Besuchung desselben alle Unterthanen derganzen Schweiß ein. Von itzt an fiengen sie an,Wachen auszustellen, die Briefe zu eröffnen, dieBoten anzuhalten, die Bürger von Bern in Verhaftzu nehmen. In der Gegend von Trachselwald ver-übten sie solche Gewaltthaten, daß der Landvogt sichflüchten mußte. Zu Wangen schlugen sie diejenigen,die ihnen nicht beypflichten wollten, mit Faustenund Kolben, sie schlitzten ihnen die Ohren und miß.handelten sie grausam; schon bedrohten sie die Haupt-stadt mit Brand und Verwüstung. Nichts destoweniger wurden daselbst die Stadtthore niemals be-schlossen ; den Rebellen sowol als andern Untertha-nen wurde freyer Eingang und Ausgang gestattet;nur hatte man die Stadnvache mit einigen neuen-burgischen Fahnen verstärkt, und in die Schlösserkleine Besatzungen geworffcn.
Sowol der französische Gesandte, de la Barde,als auch der Kanton Zürich suchten durch freund»liehe Schreiben den Tumult zu beschwören. DieZürcher bemühten sich aus allen Kräften, das fal-sche Gerücht zu zernichten, als ob die Obrigkeitenfremdes Kriegesvolk gegen die Bauren werden an-rücken lassen; diesen versprachen sie, daß sie auf dernächsten Tagsatzung für die ihnen bereits bewillig-ten Artickel obrigkeitliche Urkunden und Eiegel,nebst andern neuen Gnaden für sie auswürken wer-den. Mit Bewilligung der Stadt Lern wardunterm 18/28 April dieses Schreiben durch einen ei-genen Boten von Zürch aus an die Rebellen nach