Band 
Erster Theil.
Seite
508
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lich bey der Geistlichkeit in Genf guten Rathaus; der Rath gieng dahin: he sollten nicht ruhn,bis sie durch demüthige Vorstellungen die Widersrufung des herzoglichen Befehls erhalten; wofernsie dieselbe nicht erhalten, so bleibe nichts übrig alszu gehorchen. Nur ein Einziger von den genfer-scheu Geistlichen soll gerathen haben, Gewalt mitGewalt zu verhindern. — Fruchtlos blieben alleVorstellungen und Bittschriften. — Vor Rälte undHunger sahn sich die Unglückliche genöthigt, vondem Gebürge herunter nach den alten Wohnungenzu eilen Dieser Schritt ward als Aufruhr erklärt.Mit bewaffnetem Heere sollte sie der Marggraf vonpianeyza bezwingen. Auf seinem Anzug fand erSamt Jean gänzlich verwayset. Bey La Tourthaten ihm die Thalleute einigen Wiederstand, flüch-teten sich aber bald zurück in die Gebürge. — Nun.mehr verlegte pianetzza von Dorf zu Dorf seineTruppen. Hierauf entwichen von Angrogne alleBewohner; die Cathvlicken sagen, daß es aus Un.murh wegen der ungewohnten Einquartirung ge-schchn sey; die Reformirten schreiben diese Aus«Wanderung der unerhörten Barbarey zu, die sichdie Truppen erlaubten. Zu diesen Truvpen wa.ren noch einige französische und irrländische ge-flossen. Diese hungcrige Soldaten verfolgten dieEinwohner bis auf die höchsten Gebirge; indem dieElenden sich vor der Kriegeswuth nach D.ueraf-que und auf französischen Boden flüchteten, er-goß sich in die Tiefe ein so entsetzlicher Platzregen,und die Höhe wurde von Schnee so gau; bedeckt,baß die mehrere entweder im Schnee oder im Was-