Band 
Erster Theil.
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ser zu Grund gierigen , andre aber von den Solda»teil umgebracht wurden.

Auf die Nachricht von diesem Jammer liessen diereformirke Rantone schon im Februar 1655. einFürbittschrcibcn für die bedrängten Glaubeusbrüderabgehn; auch hatten sie die Angelegenheiten dersel-ben dem englischen protector sehr nachdrücklichempfohlen. Der Herzog von Savoyen bcantwor-tere das eidgcnößische Schreiben mit höflichen Wor-ten , darum aber hörte die Verfolgung in denpiemonresischen Thälern nicht aus. Im Mayrno-nat wiederholen die reformirke Rantone ihre Für-bitte ; um derselben desto mehr Nachdruck zu geben,schicken sie Gabriel Meisten, den Obcrist-Wach-meistcr der Stadt Lern, als Gesandten nach Tu-rin. Zu gleicher Zeit schrieb Zürich an Chur-Brandenburg, nach der Pfalz, nach Hessen , anCromwcll und an die Gcneralstaaten , daß sie mitRath und That den unglücklichen Picmontcsern bey-stchn möchten. Auch wurde ihrcntwegen durch dieganze reformirke Eidgenoßschaft ein feyerlichcr Btth-tag gehalten. Der Eifer gieng so weit, daß mauauf einer Tagleisiung die Frage auswarf: Ob mannicht alle und jede Savoyer, die sich in dem Ge-biete der reformirten Kantone aufhalten, sogleichdes Landes verweisen und ihre Güter zur Erqui-ckung der bedrängten einziehen sollte? GlücklicherWeise wurden solche Maßregeln verworfen; manberuhigte sich mit dem Versprechen des französischenBotschafters de la Larde , daß sein König zu güt-licher Beylegung des Handels alles mögliche bey-tragen werde.