Band 
Erster Theil.
Seite
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Mittlerweile erhielt der cydgenößische Gesandte,Gabriel weiß, geneigtes Gehör bey dem Herzog.Dieser erklärte sich dahin: — Freylich bin ich nichtgewohnt, fremden Staaten von meinem Verhal-ten gegen meine Unterthanen Rechenschaft zu ge-ben : aus Achtung gegen Freunde und Bundesgenos-sen mag es gleichwol dicßmal geschehn. Nach an-gehörtem Bericht von Seite meiner Staatsbedien-ten wird sogleich erhellen, daß die Bestrafung derUngehorsamen noch weit geringer als ihr Vergehengewesen, und daß sie nicht des Glaubens wegen,sondern wegen Empörung verfolgt worden.

Der Herzog selbst wollte sich mit den Untertha-nen in keine Unterhandlung einlassen , nichts destoweniger erlaubte er den, eidgenößischen Gesandten,daß er sich mit ihnen unterrede und sie zu einem Still-stand der Waffe bewege.Fruchtlos verreiß« er wieder.

Nachdem die französischen Truppen aus denThalern wcgeführt waren, so schöpften die Einwoh-ner neuen Muth; unter ihrem Hauptmann JacobIayer, und unter dessen Statthalter Josua Ia-vanello bemächtigten sie sich der Gegend von Lob»bio und Lucerna; sie thaten verschiedene Streifzü-ge; hernach flüchteten sie sich entweder in die un-wegsamen Gebirge oder auf französische» Boden;zuweilen drangen sie vor bis auf pignerol; da-selbst versorgte sie der französische vlatzhauptmannmit Lebcnomitieln, indem er vorgab, es gescheheauf Befehl seines Königs. — In einem von solchenEtreifzügen wurde Iaycr erschlagen. Von Zeit zuZeit erhielten die Thalleute Benhilfe von ihren Re-kigionsverwandtcn aus Frankreich.