Band 
Erster Theil.
Seite
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Gegen sie suchte der Herzog Beystand bey demrömischen Stule; er fand aber wenig Gehör. DenJunius, neuen Styls, nahm er Zuflucht beyLucern; bey diesem Kanton suchte er die Refor.mirten verdächtig zu machen; er.beklagte sich, dieBcrner hätten sich gegen ihn feindselig bewiesen,und unter dem Verwände der Glaubensvcrwandt-schaft die Aufrührer begünstigt. Wörtlich sah ersich, auf dringende Empfehlung der reformirlenRantonc, von allen evangelischen Fürsten undStaaten mit Bitten, Vermahnungen, Dränungenbestürmet; aller Orten wurden für die Thalleute derträchlliche Geldsteuren gesammelt; am eifrigsten umterstützte sie der englische Protektor. Zu ihrenHänden sandte er nach Genf 2°vo. Pfund Ster-ling aus seinem eigenen Beutel, und zugleich ver-kündigte er, daß er für sie durch ganz Englandwerde eine Steuer ausschreiben lassen. An denHerzog von Savoyen schickte er den kord Mor-land, um ihn auf gelindere Gedanken zu bringen.Da sich eben damals die beyden Kronen Frank-reich und Spanien sehr angelegen um seine Freund-schaft bewarben, so vcrdeutcte er dem KardinalMazarini: Er könne nicht glauben, daß der Königim Ernst seine Freundschaft verlange, zu einer Zeit,da die französische Truppen seine Glaubensgenossenin den Piemontesischen Thälern so heftig verfolgen;erst wenn durch königliche Vermittlung die Gewisssenefreyheil in piemont werde hergestellt seyn, kön-ne er sich auf die Aufrichtigkeit der französischenGesinnungen verlassen u. s. w. — Auf diese Vor-stellungen hin ließ der Lönig nicht nur seine Krie-