Band 
Erster Theil.
Seite
512
JPEG-Download
 

gesvölker aus den picmontesischm Thälern zurück«zichu; auch bewilligte er den Thalleuten, die sichbey 1400. Seelen auf französischen Boden geflüch,tet hatten, gänzliche Sicherheit und bestätigte denHugenotten in Dauphine die freye Uebung derReligion.

Die Verwirrung in Savoyen sah der spanischeStadthalter in Mayland so wenig ungern, daßer sie vielmehr zu unterhalten bemüht war. Unterder Hand hetzte er gegen den Herzogen den Kan-ton Bern auf: allein sowol dieser als die andernreformirte Rantone schränkten sich immer auf güt-liche Unterhandlung allein ein. Auch bloß diesewar den katholischen Bantonen zuwieder; dieEinmischung ihrer reformirten Bundesbrüder in einfremdes Geschäft (wie sie es nennten,) schien ih-nen von gefährlichen Folgen; indeß liessen sich dar-um die letztre keineswegs abhalten, eine neue Ge-sandtschaft an den Herzog zu schicken. Der Her-zog verwies sie nach Pignerol; daselbst warenncbst seinen eignen Abgeordneten auch die Ausgesschossene der Thalleute, an ihrer.Spitze die beedenPrediger Leger und Jean Michel erschienen; un-ter dem Vorsitze des französischen Lottschaftersward endlich den 18 . August, neuen Stils, einefriedliche Vermittlung getroffen. In dem erstenDerglichspunct bewilligt der Herzog den Reformtr-ten gänzliche Amnestie, Aufhebung alles Arrestesihrer Personen und Güter, Schirm, Schutz undSicherheit. In dem zweyten Punct verpflichten sichhingegen die Unterthanen, mit Ausnahme derWeinberge von Lucem, allein ihre Güter und

Mohr