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grössere Verwirrung verursachte er unter den berner-schen Truppen. Von den obersten Befehlshabernkamen keine, oder nur wenige zum Vorschein; ihrAusbleiben vermehrte bey dem gemeinen Manne Miß-traun und Kleinmuth. Ungeachtet des ununterbro-chenen Feuers der Lucerner, that es gleichwohl nichtgrossen Schaden, weil die Kugeln zu hoch über derBerner Scheitel hinwegflogen. — Ungefähr gegendrey Uhr fiengen die bernersche Hauptleute an, ihrVolk in bessere Schlachtordnung zu stellen; zehn Fah-nen ordneten sie an einen Rcbhügel, um sich imNothfall von dieser Seite den Wegzug offen zu be-halten; allmählich griffen die Soldaten zum Gewehr,als plötzlich das ganze lucernersche Heer gegen sielosstürmte; nach viertelstündigem Gefechte geriethdie bernersche Schlachtordnung in Verwirrung;gleich anfangs gieng die Reuterey durch; nur zwey-mal feurte man das grobe Geschütz loß, weil dieMunition zurük blieb; es langten zwar zehn frischeFahnen Lerncr aü; allein sogleich zogen sie sich mitden übrigen zurük; sie wurden auf der Flucht vonden Lucernern verfolgt und lidten die blutigste Nie-derlage. Unthätig mußten die io Fahnen, die inguter Absicht seitwärts gestellt waren, von dem na.hcn Rcbhügel der Niedcrmczlung ihrer Bruder zu.sehn; endlich gegen 4 Uhr griff der Feind auch siean; bis in die Nacht hin thaten sie heldenmassigenWiedcrstand, Hieb um Hieb, Stoß um Stoß, bisin dem nächtlichen Dunkel weder Feind noch Freundeinander langer erkennten. Zwar auch damals nochhatte der Feind den Vortheil, sowol wegen des Lo-sungswortes , Maria Rothenburg, als wegen des