Schreiben an sämtliche XIII. Rantone beschuldigtedieser die Genfer verschiedener Kränkung seiner ho-hen Gerichte; anbey erklärte er sich, er wolle we-gen des Streites von Coursinge den Kayser und dieFürsten des Reiches als Gchiedrichter erkennen, je-doch mit feyerlichcm Vorbehalt seiner anderweitenAnsprüche auf die Stadt Genf. Diese Stadt be-sorgte, daß es dem Herzogen weniger um das Hauszu Conrsinge als um Erneuerung jener verjährten An»spräche zu thun sey, welche doch zum östern undein für allemal durch den Vertrag zu Gt. Julianim Jahr rssz gänzlich kraftlos erklärt worden.-Dieser kleine Frcysiaat bezeigte sich daher nicht un-geneigt, den Prozeß wegen Coursinge durchSchiedrichter entscheiden zu lassen, jedoch daß esohne Gefahr für ihre Souverainitätsrechte geschehe.^ Bey ungewissem Ausgang der Sachen, rüstetensich Zürich und Lern zu kriegerischem Zuzug undboten vorläufig das Volk auf. Die IV reformier»te Nantone versammelten sich auf einer TagleistungZu Arau; von derselben erschienen aufder einen Seitedie Abgeordnete von Genf, auf der andern Seiteder siwoische Gesandte. Von Baiel und Schaf-hausen wurde das Geschäft den Kantonen Zürichund Bern überlassen. Diese schiften den Statthal-ter Johann Jakob Hiezel von Zürich und den OberstGabriel wsssen von Bern zu dem savoischen üott-schafter, Baron von Greift, nachLucern; daselbstwurde ein Stillstand der Waffen verabredet undden genftrschen Abgeordneten sicheres Geleit ver-schaff, um die Unterhandlungen in Türm selbst fort-setzen zu können.
LU, Theil.) B