Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
35
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Die Unterthanen klagten empfindlich über die allzu-strenge Regierung der Landvögte, über die schwe-ren Strafen der eidgenößischen Syndikatoren undüber verschiedene Verletzungen der Freyheiten, Ge-setze und Rechte. Von Banton zu Ranton liessensie durch Abgeordnete aus jeder Gemeinde ihreBeschwerden vortragen; ungeachtet wiederholten,ernstlichen Abmahnens von Zürich aus, erschienennichts destoweniger in dieser Stadt auf einmal achtund neunzig solcher Abgeordneter, an ihrer Spitzeder Landes-Fürsprecher Somazo von Lauis;von einem Ausschuß des grossen Rathes wurdenihre Klagpunkken geprüft; sowol zu Zürich als auchin andern Kantonen hatte man reiflich berathschlagt;der endliche Schluß gieng dahin, daß man auf mil-dere Regierung bedacht seyn wolle; zugleich aberwurden die Unterthanen gewarnt, daß sie in Zu»kunft sich solcher ungewohnten, weitläuftigen undkostbaren Deputationen enthalten, und bey ekrva-nigen Beschwerden die Zuflucht bey den hohenObrigkeiten auf andere Weise suchen.

XI.II.

tteberfall und Eroberung der Frey - Graf-schaft Burgund.

vom Iahr iöü8. bis 167s.

^ie Freygrafschast stand in Erbvereinigung mitden Kantonen und wurde von diesen als Brustwehran den Gränzen betrachtet» Nichts destoweniger