- 77 ^
Kirche gestatte u. s. w. — Auf der badischen Jahr-rechnung dieses Jahres nahmen die Bantone, aufdringendes Anhalten des Grafen von Sulz, umso viel lieber seinen Flecken Nheinheim unter eidge-nössischen Schuz, da derselbe gerade Zurzach vorüberund wegen des Rheinpasses für die Schweiz sehewol gelegen ist. Gleiche Schuzleistung hatte der Grasfür das Schloß Jestetten verlangt; wegen Entfer-nung desselben von dem Rheinpaß ward sie von denKantonen verweigert.
!Jm September war die Festung Philippsburgan die Alürten übergegangen; mit dem französi-schen Rriegesheer zog hierauf der Marschall von Lu-xemburg ins Brisgäu: auf der andern Seite desRheins rükte das kaiserliche Heer unter dem Herzogvon Lothringen auch nach; es gewann den An-schein, als wollte dieser unversehens über den Rheinsetzen und über baslerschen Boden in Burgundeindringen. Die Stadt Basel lag zwischen zweyKriegesheeren und keinem derselben durfte sie trauen;auf ihr Begehren erhielt sie von den Rantonen< mit Ausnahme von Schweiz,) einen Zuzug von5000 Mann; 150 Mann wurden nach MüUhausengeschikt. Die zu Arau versammelte, cidgrnößischeRriegesräthe sendeten den Major Marti von Gla-rus an beyde Generalitäten; diese versicherten so-wol die Stadt Basel besonders als die Eidgenoß-schaft überhaupt aller nachbarlichen Freundschaft.Den 2. November führte der Herzog von Lothringendie Reichsarmee von den helvetischen Grenzen hin-weg , in das Winterquartier nach Schwaben undFranken; auch der Marschall von Lüxmburg zog