Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
155
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riößischen Beystand. Im August r 688 anerbotder französische Bottschafter dem Kanton Zürichdie Ausbezahlung der Iahrgelder, welche sich fürdiesen Kanton alljährlich auf 12000 Livres beliefen.Um die Eidgenossen noch mehr zugewinnen, ließder Monarch bey dem Kriegesheer eine Beförderungvorgeht,/ und verschiedene schweizersche Offizierswurden zu höher» Stellen erhoben. Dadurch erswachte von neuem die Zuneigung der Rantone zuFrankreich; leidsam und stillschweigend sahn dieObrigkeiten den Werbungen zu; sonderheitlich auspündten zog der Monarch eine Menge Volkes undPferde. — Keineswegs gleichgültig blieben Hiebeydie Feinde von Frankreich. Schon im Herbstmo-nat erschien ein kaiserlicher Abgesandter, welchervermög der Erbvereinigung von den Bantonendie Bewachung der IV. Waldstädte und der StadtRonstanz verlangte. Anfangs fand er geneigtes Ge-hör ; bald aber wußte der französische Bottschaf-ter, Tamboneau, die katholischen Rantone vonOesterreich abwendig zu machen; den Krieg gegenFrankreich stellte er ihnen als einen Religionskriegvor; den französischen Monarchen erklärte er alsBeschützer des Glaubens, willhelm von Oranienhingegen als Verfolger desselben. Dadurch verbrei-tete er unter den Rantonen selbst den Saamen derZweytracht. Endlich thaten sie gemeinschaftlich anden Bönig von Frankreich die Frage: — Ob erzugeben wolle , daß sie zur Behauptung der Neu-tralität die IV. Waldstädte und die Stadt Konstanzunter ihrem Schutze bedecken, oder ob er wiedrigcn-falls sich dem Wiederstand der Kantone bloß setzen