Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
156
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wolle? — Ludwig XIV. willigte in die verlangteNeutralität, nämlich, daß erwähnte Städte eidge-nößische Besatzungen aufnehmen, die österreichi-sche hingegen aus derselben wegziehen sollten. Mitdiesen Bedingungen war der Raifer lang nicht zu.frieden. Unter dem gemeinen Volk entzündete sichneuer Groll gegen Frankreich; es beschuldigte seineRegenten, daß sie allzu französisch gesinnt seyn;zu Lucern mußte man alle öffentlichen Werbungenverbeulen; zu Schweiz ward ein Landammann umlos Reichsthalcr gebüßt, unter dem Vorwande,baß er auf der Tagleistung der Parthey Frankreichs«llzugünstig gewesen. Auf der Tagleistung hatte mansich über folgende Punkten vergliechen: — Da höchstwahrscheinlich Ronstan; ausser aller Gefahr sey, sosoll in diese Stadt keine eidgenößische Besatzunggelegt werden; in das Thurgäu aber soll man zween >Rrieges-Befehlshaber von Zürich und Zug, wieauch zween Gesandte von Schwer; und Untermal,den absenden, damit sie aus jedem der acht Quar-tieren roo Mann auswählen, sie bewaffnen, beeydi-gen und zum Wegzuge bereit halten. Beym erstenAngriff auf UonstanZ sollen die Befehlshaber infriedliche Unterhandlungen tretten, nach fruchtlo,ser Bemühung aber sogleich in die Stadt hinein-ziehn, auch in aller Eile von Zürich, St. Gallenund Appenzell Beyhilfe fodern. — In Betreff derStädte Rheinfelden und Lauffenburg habe manzwar gleichfalls wenig zubesorgen, jedoch-sollen vonallen Kantonen und zugewandten Orten, von jedem50 Mann nach Aügst bey Basel, mit Kriegesbe-fehlshabern von Basel und Lucern , und Gesandten