Band 
[Zweyter Theil.]
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lind solches in den Pfarrkirchen vorlauftig ankündi-gen zu lassen. — Aus Bcsorgmß , auf diese Weiftvon einander getrennt und dadurch geschwächt zuwerden, begaben sich bey der ersten Nachricht hievensämtliche Bürger auf ihre Zünfte und von da indie Spitalkirche; als Man gegen ihre Erwartungauch in dieser Kirche die obrigkeitliche Ankündigungvorzulesen anfieng, liefen sie grosseuthells mit Mur>'ren hinweg; ungeachtet alles noch so beweglichenZuredens der eidgenößischen Gesandten, drangensie nunmehr mit Hitze auf wiederbestellung der er-ledigten Aemter; die Obrigkeit gab nach; auf demRathhause wurden siebenzehn Rathe, und auf denZünften wurden die Zunftmeister und Sechser aufeine bisher ungewohnte und zum Theil erzwun-gene weise gewählt. Diese unförmliche Schritte,das ganz verschwundene Ansetzn svwol der Geist-lichkeit als der Regierung, nebst der Abneigung ge-gen die angebotene, eidgenößische Vermittlung, kurzdie Unerbittlichkeit des zaumlosen Volkes, alles die.ses nöthigte die eidgenößischen Gesandten und Re-präsentanten , daß sie nunmehr ihre Heimreise aufden zweyten May fest stelleten , inzwischen aber ih-ren Sckretair, David Holzhalb von Zürich, in Ba-sel zmükliessen. Am Tage vor ihrer Abreise versam-melten sich die Zünfte abermal und durch einen Aus-schuß verlangten sie an den grossen Rath, daß manvermag eines alten, bischöflichen Privilegiums ihnendie Wahl der Oberst - Zunftmeister zugesteht, möchte.Da über Menschen Gedenken dieses Wahlrecht beydem grossen Rathe gestanden, so wollte er daraufFkineswegs Verzicht thun. Bey seiner Widersetzlich-