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kett beschlossen die Bürger abermal die Stadtthoreund das Gitter des Rakhhauses; ungeachtet allesZuredens der eidgenößischcn Gesandten hielten siedie Obrigkeit so lang eingesperrt, bis sie zu Verhü-tung grossem Tumultes dem Bürgerausschuß erstAbends um 8 Uhr eine Erkanntniß unter dem grossenEtaaksiusiegel zustellte, vermög welcher sie den Bür-gern, nach ihrem eignen Vorschlag, die Erwäh-lung -er Oberst-Zunftmeister abtrat; würklich er-hoben sie hierauf zu diesen Würden den Dreyer«Herr Zäsli und Martin Stäheli; das Consulat aberwurde von dem grossen Rath einhellig dem Raths-herr Lucas Burkhard übergeben.
Nach der Heimkunft der eidgenößischcn Gesandtenschrieb man in gemeincidgenößischem Namen vonZürich aus sowol an den Rath als an die Bürger-schaft: Ob sie zur Vermeidung des Unterganges nichtetwan sich unter sich selbst zur Auswahl einiger selbst-beliebigen Vermittler aus den Rantonen einver-stehn wollten? Widrigenfalls werde man um desgemeinschaftlichen, eidgenößißischen Interesse willenzur Ergreifung andrer Maaßregeln genöthigt wer-ben. Die Obrigkeit in Bafel bezeigte sich ganz will-fährig zur Annahme der vorgeschlagnen Vermittlung;die Bürgerschaft hingegen fand eine solche Ver«mittlung umso viel bedenklicher, indem sie (ihremVorgeben nach,) nichts wisse von irgend einiger Der-würfniß mit der rechtmäßigen Regierung; seitdemdie erledigten Rathsstellen mit redlichen und vater.ländischen Männern wieder besetzt worden, habeman Hofnung zu baldiger, friedlicher Beendigungdes ganzen Reformativnswerkes. Dadurch aber