Band 
[Zweyter Theil.]
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Ursache als wegen des Prinzen von Conti entsetzt wor-worden. Wenn man nicht auch ihn in die Amne-stie einschliessen und in sein Amt wieder einsetzenwolle, so dürsten sehr leicht die Sachen in denvorigen Stand zerfallen und so die Mitwerbcr umdie Neuenburgifche Erbfolge ihre alten Ansprü-che erneuern. Dieses Schreiben ward der StadtNeuenburg mitgetheilt und von da aus in alleGemeinden versendet; cinmüthig erklärten sich die-se, daß sie für ihre Freyheiten und KirchenrechteGut und Blut aufzuopfern bereit seyn und keines-wegs Girards Wiedereinsetzung zulassen werden.Die Erbitterung des Nsmgs war so groß, daß aufseinen Befehl die Herzogin von Nemours ihrenGubernator von Neuendurg , Franz Jacob deStavoy de Monket, als vermeinten Feind des Gi-rards, aller dringenden Bitten ungeachtet, zuzuse-tzen genöthigt wurde. Bey Jnstallirung des neuenGubernatsrs Molondin prokcstirte der Nenner Cham-brier in gemeinem Namen gegen die unförmlichewählung. Indeß wahrte es nicht lang, und derRöntg drang auf die Abänderung auch dieses neuenGubernators. Der Rönig von England ließ demRöntg in Frankreich über die schlimmen Folgensolcher willkürlichen Abänderungen Vorstellungenmachen; auch die Herzogin von Nemours verbatsich unterm 5. Jenner 1720 die Entsetzung des Mo-londins, worauf sie von dem König durch einehettes (!s Lacket auf ihren Landsitz zn Coulommiersin Brie, zwölf Meilen von Paris verbannt wurde.

Nach ihrem Hinscheid im Jahr 1707 brachte dasVolk alle seine Privilegien unter gewisse Rubrikenund machte daraus einen kurzen Kodex des öffend