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den St. Martinsmärktcn. Nach einer solchen Schä-tzung waren die Einnehmer verpflichtet, für das ein-genommene Getrayde dem Könige Rechnung zu ge«den. So bald die Regie abgcschaft und die Ver-pachtung eingeführt worden, so glaubte man dieseSchätzung nicht länger nothwendig und sie wardunterdrückt. Das Volk hingegen verlangte sie alseinen Maßstab zur Befriedigung der Pachter. An-statt sie geradezu zu verweigern, machte vielmehrder Vice-Gubernator Michel Hofnung zur Wieder-herstellung derselben. Im Jahr 1766 wollte der Kö-nig die Verpachtung erneuern. In dieser Absichtließ er durch zween Kommissairs ihren eigentlichenErtrag untersuchen. Diese Kommißairs waren dergeheime Finanzrath Colomb und der Präsident vonDerschau. Voll Eifersucht bestrebte sich Michel,diese Männer bey den Neuenburgern verdächtig znmachen. Die Verwirrung nahm zu. Derschau,als Bevollmächtigter des Königs, brachte zu Lerngegen die Neuenburger acht Klagpnncten vor. Vierdieser Puncte betrafen die Stadt, die vier anderndas ganze Land-^Der grosse Rath zu Bern versän-ke die Neuenburger. Im Jahr 1768 äusserte sichder Unwille einiger von ihnen durch einen Tumult.Die Beschreibung desselben liefern wir aus dem be-urkundeten, historischen Tagbuch, welches in denArchiven der Stadt liegt:
Der General-Advocat, Gaudot, kam den 24April Abends um sechs Uhr von Bern nach Hause.Die Kinder verfolgten ihn auf der Strasse. ManwarfSteine nach seinen Fenstern. Der Magistrat ver-sammelte sich. Seine Häscher richteten nichts aus.