Band 
[Zweyter Theil.]
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247
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Der Stadkrath verordnete eine Wache vor das Hausund ein Korps Grenadiers auf die Strasse. In-zwischen schössen Gaudot und sein Neffe aus demFenster auf das Volk, tödeten einen Zimmermcisier,verletzten einige andere und warfen Prügel unter sie.Gaudot empfieng in seinem Zimmer drey Schüsseund blieb todt. Damals befanden sich eben, undzwar zum siebenten male, zween Abgeordnete desRaths aus dein Schlosse und erklärten sich als ohn-mächtig gegen den rasenden Pöbel. Laut rief dasVolk : Es lebe der König! und zog ab. GaudotsLeiche bekam eine Wache; sein Hausgerath und seineSchriften trug man aufs Schloß. Wohl war keinPlan vorhanden und der Wein that vieles. BeymMangel zwingender Gewalt konnte der Magistratmehr nicht thun. Die Grenadiers fühlten sich zuschwach gegen die bewaffnete Menge. Nur wenigthat der Vice-Gouverneur und gleichwol stand ihmdie Militz zu Gebote.

Der Magistrat handelte mit dem Maire, einemBeamten des Fürsten, und gemeinschaftlich verfaß-ten sie unter den Augen des Dice-Gouverneurs zweygleichlautende Visa. Der Vice-Gouverneur schicktesie nach Hofe, mit der Erklärung, daß der Magi-strat alles mögliche gethan hatte.

Das Amt eines General - Advocaten, welchesGaudot bekleidete, ist keine Staats-sondern eineHofbedicnung, welche damals der Fürst nach Will-kür mittheilte, seither aber aufhob. Der General-Advocat war Sachwalter bey Rechtshändeln, wel-che den Fiscus betrafen.

Gaudot war verhaßt, die Ermordung desselben