Band 
[Zweyter Theil.]
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wurde nichts desto weniger von allen Rechtschaffenenverabscheuet. Der Ursprung des Hasses gegen ihnleitete sich aus seinem Verhalten bey dem Prozesseder Stadt gegen den Hof zu Berlin her. Die Dürrger waren unzufrieden mit der Art, wie er ihre Kla-gen vorgebracht hatte. Ungeheuer waren die Unko-sten des Prozeßes. Täglich forderte er für sich selbst4 Louisd'or Taggeld, der Bevollmächtigte von Dor-sch au 8 Lomsd'ors. Die ganze Summe belief sichauf 64000 Franken. Zu Bern wurden sie auf 36000herunter gesetzt.

Gerade znr Zeit von Gaudots unseligem Geschick,den 25 April, bot Bern 1600 Mann und 6o Ka-nonen auf, um das Urtheil gegen die Stadt zu Gunrstcn des Königs zu unterstützen.

Das Berichtschreibcn des Neuenbnrgermagistratsnach Bern blieb unbeantwortet. Bern war gegendie Ncuenburger erbittert. Dem Herrn von Denschau war nicht wol zu Muthe. Der Magistrat amerbot ihm eine Leibwache, lieber verreisetc er abernach Bern.

Diejenige, welche Gaudots Wohnung geplünderthatten, wurden bey Strafe des Straßenraubs zurZurückstellung verpflichtet.

Die Visa (proces verbmix) schikte man an dieIV. Nantone und an den General Lentulus. Lei-tern bat der Magistrat um Beschleunigung seinerReise nach Neuenburg. Wahrend daß man mit Zmrüstungcn zu seinem Empfang beschäftigt war, sahnsich die obrigkeitliche Abgeordnete von Nenenburgzu Bern frostig empfangen. Auch der Staatsrakhschikte seine Abgeordnete, aber mit gleichem Erfolg.

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