Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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desto weniger warnte der Rath die Bürgerschaftvor allzuraschcr Waffenergreiffung. Mittlerweilehatte ein Mann der Abbtey unter dem Thor den Desgen gezückt; ein Skadtwachter sezte ihm die Flinkeentgegen. Von beyden Seiten, so wohl bey denStadtbärgern als bey den Gotteshausleuten, diebey 2000 Mann stark waren, entstand heftige Bewe-gung ; einige der leztern zückten die Degen und eilten dem Thor zu. Die Bürger schloffen, freylich ohneobrigkeitlichen Auftrag, das Klosterthor; zur Ver-hinderung eines Ausfalls aus der Abbtey pflanztensie gegen dieselbe vier Stücke groben GeschützesDie Prozeßionen sahn sich genöthigt, ohne KreuSund Fahnen nach Hause zu zieh». Sogleich führtenhierauf die Bürger das Geschütz ab und öfneten wie-der das Klosterthor. Die Obrigkeit schifte zur Ein-holung guten Rathes den Dr.Höngger nach Zürich;in einem besondern Schreiben an diesen Kantonsuchte sich auch das Rloster znrechtfertigen. Vor-lauftig schikten die Züricher von allem, was geschehnwar, eine allgemeine Nachricht an die übrigen pro-testantischen Kantone; den Zo April erschienen dieGesandte von Zürich in der Stadt Gt. Galle».Auf ihre Einladung hin langten sogleich auch Ge-sandte von Reformirt Appenzell ausser Rode»daselbst an. Der Abbt befand sich abwesend, ließaber die Gesandten zu sich nach Roschach einladen.Sie besorgten, daß sie nicht, ohne sich selbst undihren Stand herabzuwürdigen, dem Abbtcn so weitentgegen gehn dürfen; diese Besorgniß indeß wichder wichtigern Besorgniß, daß bey langerm Auf-schub gütlicher Vermittlung vielleicht sogleich nach-