Band 
[Zweyter Theil.]
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den ganzen Tag über alle Stadtthore, mit Ausnahmeines einzigen, beschlossen; bewaffnet bewachten ei-ne gewisse Anzahl Bürger und Appenzeller die vor-nehmsten Plätze. Ruhig indeß gieng der ganze Taghin. Mit gemeinschaftlichem Rath der St. Galler,der Zürcher und der Appenzeller wurde von Zürichaus nicht nur der Ranton Lucern, von allen bis-herigen Verhandlungen benachrichtigt, sondern auchauf den i2ten May eine reformlrte Tagleiflungnach Arau zusammenberufen. Den 4 May ließ derAbbt durch den Fiscal German und den KanzlerBiller den Zürcherstben Gesandten in St. Gallenanzeigen, daß er, bey Vermehrung des bewafne-ten Volks in der Stadt, auch seines Ortes zurBewachung der Gränzen genöthiget werde. Hie-bey aber herrsche keine andere Absicht als die Ab-haltung fremden, herumstreichenden Gesindels, oh-ne dadurch Handel und Wandel im Geringste»zu hindern. Des folgenden Tags hatten die Zür-cher Gesandte Verhör vor dem grossen Rathe undhernach erhielten sie einen Besuch von zween Rä-then des Abbts, nämmlich von dem fürstlichen Lan-deshofmeister Ringg und von dem Lehenvogt Wiß,mann; in vertraulichem Gespräche dachte man aufMittel, wie zum wenigsten (mit Vorbehalt beydsei-liger Rechte,) die Kreutze und Fahnen wieder ausdem Kloster gebracht werden möchten. Die Denbitterung aber wurde je langer je grösser. Unver-merkt schlichen sich über 200 Mann in die Abbtey:bey Zooo Mann äbbtifcher Unterthanen lagen unrdie Stadt her; zu Roschach waren auf dem Damm-es Bodensees über zi«nzig Feldstück aufgepflanzt.

Dom»