Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
273
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Donnstags, den 6 May, als an dem sächsischenAuffahrtsfest, wurden in der Stadt die beyden Thorre, durch welche die Gotteshausleute den Weg nachdem Kloster zu nehmen pflegen, zwar offen gelassen,jedoch unter verstärkten Wachen und mit sorgfältigerBeobachtung, ob und wie die Wanderer bewafncterscheinen? Die übrigen Stadtthore blieben beschloßsen. Inzwischen forderte der Abbt die Appeuzellerausser Roden zur Neutralität auf. Sie versprachendie Beobachtung derselben, jedoch nur unter Beding,wofern der Abbt gegen die Stadt St. Gallen nichtsFeindseliges unternehmen würde. Gegen die Zur-cherstden Gesandten ließ der Abbt sich erklären,daß er vor Ankunft der Gesandten von Seite derHI andern Schirmorte in keine Unterhandlung ein-treten könne. Persönlich holte hierüber der zweytezürchersche Gesandte, SeckelmeisterRahn, neue In-structionen in Zürich. Daselbst fand man für gut,die schon verabredete, reformirte Tagleistung, alsvoreilig und den Katholicken verdächtig, für ein-mal noch aufzuschieben und hingegen die Zusammen-kunft der Schirmorte vorher gehen zu lassen. Ab-sonderlich forderte der Ranton Bern den RantonLuzern zu gütlicher Zwischenkunft in diesem Geschäftauf. Sogleich bey der ersten Zusammenkunft derGesandten von Seite der Schirmorte entstand einZwist, werben den Berathschlagungen das Proto-koll führen sollte? Man hakte die Augen auf denLandshauptmann Bäßler, als . Landschreiber intRheintha!, gerichtet; Der Abbt aber schlug vor,baß, wie bey andern Fallen, zween Protocollistenauf Seite der Stadt gebraucht werden möchten. Aus(!I. Thkis) S