Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Oschwald mit nachdrücklichen Empfehlungsschreibenvon Lhurpfalz an den kayserltchen »ottschafter,Baron de Nevcu. Zu gleicher Zeit wurden von denreformirten Eydgenosscn an diesen sowohl als auchan das Oberamt Nellenburg und an die obcrösterrei-chische Regierung schriftliche Vorstellungen gemacht,daß während der Unterhandlung des Schaffhauser-schen rlgenten alle Thätlichkeiten möchten eingestelltbleiben. Den zi August langte der Agent Oschwaldbey dem Baron de Neveu zu Zell an. Da er we-der hier, noch hernach bey der österreichischen Re-gierung zu Insprugg günstiges Gehör fand, so be-gab er sich, seiner Jnstrnction gemäß, nach Wienan den kaiserlichen Hof. Daselbst erhielt er vondem obersten Hofkanzler, Grafen von Bucelint,vorläuftig die Versicherung, daß der Kaiser sich durchnichts von der Pfandlösung werde abhalten lassen ,und zwar besonders auch aus religiösen Beweg-gründen, um die katholischen Bewohner der ver-pfändeten Dörfer gegen die Intoleranz der Refor-mirten (wie er sagte) sicher zu stellen. DemKanz.ler und den übrigen Staatsbedienten stellte der Schasfthausersche Agent begründe vor, daß in den erwähn-ten Dörfern seit der Reformation niemals weder Al-tare noch katholische Einwohner gewesen, und diePfarrbedienungen ununterbrochen, ohne geringsteWiederrede, von den Schafhauftrn bestellt worden.

Den iZ, Herbstm. abends um acht Uhr, erschiender Agent persönlich vor dem Raiser, und erhieltdie Versicherung, daß der Handel näher untersuchtwerden sollte. Erst im Febr. 1693 erfolgte die kaiser-liche Erklärung, daß die Wiederlösung des Pfand-