Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
309
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Etaatsrath hingegen lenkte die Kaiserin zu OttensVortheile. Nun hatte dieser für einmal ein offenesFeld, allein es war ungebaut und mit gefährlichenJrrgängen durchflochten. Es war kein Verglichmöglich, als durch Auskauf der österreichischenRechte über Ramsen und Dörflingen, und durchAnnehmung dieser Dörfer zu freyen Lehen. VonZürich aus hakte der Abgesandte hiezu die Einwilli-gung erhalten, die Schwierigkeit lag in den Bedingsnissen. Ueber dieselben mußte Ott mit dem GrafenChotek in Unterhandlungen treten, und Chotek warjedem Verglichsentwurf entgegen gewesen. Keines«wegs also war von seiner Seite eine ErleichterungHer Bedingnisse zu hoffen: Indeß handelte er offenund redlich; über die Hauptzüge hatten sich garbald beyde verstanden. Nur in der Kaufsumme warer hart und unerbittlich. Endlich da er sah, daßD>tt nicht nachrücken wollte, so bestimmte er eineSumme, die der Kaiserin leztes Wort seyn sollte,und es auch war. Ott bat sich von Zürich nähereJnstruction aus. In Zürich verursachten die gefor-derte Summe und einige Puncten des Lehensentwur-fes Bestürzung. Eben so standhaft ward OttensNegoziation von den Gönnern des Geschäfts ver-theidigt , als heftig von den Gegnern bestricken.Endlich neigte sich die Wagschale auf die Vortheilshafte Seite für die Unterhandlung. Ott erhielt vonZürich aus den Auftrag, eine Verringerung derKaufsumme zu suchen. Er wußte zum voraus,daß es fruchtlos seyn würde: Indeß that er, wasimmer zu thun war, und ließ alle Treibrader spielen.Dhne Wirkung. Die Bemühungen dienten blos.