Zio
ihn länger aufzuhalten, und die Bedingnisse, die erschon in den Händen gehabt hatte, durch Verzö-gerung unsicherer und schwehrer zu machen. Nachvierteljährigem Aufschub, und vielen verdrießlichenDurchkreutzungen, da Ott in Wien und Zürich zu-gleich negoziren mußte, ward endlich die geforderteSumme bewilligt. Ein neuer Sturm schien ihn indas volle Meer hinauszuschlagen, da er schon amLande zu seyn glaubte. Wegen gewisser Gränz-bestimmungen ward ein Bericht von Stokach ge-fordert. Diese eifersüchtige Regierung wünschte dieganze Negoziation fruchtlos. Als sie ihren Erfolgsah , so schickte sie ein Memorial ein, worin sie mitden stärksten Zügen die Schädlichkeit eines solchenVerglichs mahlcte. Die Vorstellungen aber kamenzu spate und der böhmische Rath konnte nicht mehrzurückgeht!. Gefährlicher war der Sturm von ei-ner andern Seite. Als der Vertrag dem Staats-rath und der Kaiserin selbst vorgelegt wurde, hatteer gleiches Schicksal, wie in Zürich, er wurde be-statten und in wesentlichen Stücken geändert. Aufhöchsten Befehl ward zwischen Ott und dem böhmi-schen Rath eine neue Unterhandlung gepflogen, umerstem aufs äußerste zu treiben. Allein dieser kanntedas Feld und blieb fest. Nach dem ehmaligen Ent-wurf ward der Vertrag zu Papier gebracht, vondem Obrist - Kanzler und vom Ott unterschrieben,und alles zu gegenseitiger Zufriedenheit beendigt.Die Kaiserin entließ den Zärichergesandten in dengnädigsten Ausdrücken. Unter Hand hatte sie ihmdie Reichsfreyherrlichkeit andeuten lassen. Er hattewichtige Gründe zur Ablehnung dieser Ehre. Sein