Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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nek. 5°. Endlich ward auch der Handel durch die unsaufhörliche Abänderung des Geldwerths gehindert.

Noch beklagten sich die Freydurger besonders,daß seit einiger Zeit das Porto der französischenBriefe über die königliche Tariffa um die Halste ge-steigert worden.

Auf der cidgenößischen Iahrrechnung im Jahr 170sfand man, daß, mittelbar oder unmittelbar, dieseBeschwerden sämmtliche Kantone berühren. Ingemeinschaftlichem Namen ward also hierüber nachHofe geschrieben. Bey ausbleibender Abhebung derBeschwerden übergab die Tagleistung im Jul. 1701.dem französischen Lortschafter verschiedene Klag-schriften, folgenden Jnnhalts: 10, Daß einige eid-genößische Waaren mit dem ungeheuren Jmpost vonzo Procent belegt, im Burgund und Elsaß ein neuerZoll auf den Crepon, nämlich für das Stück 5 Livr.eingeführt, und unter diesem Vorwande viel solcherWaare in Verhaft genommen, an etlichen Ortenähnliche Bedrückungen mit dem Eifendrath versucht,die Kaufleuthe zu beschwerlicher», Strassen genöthigtund überhaupt der ganz unzuverläßige Grundsatzauf die Bahn gebracht worden: Es wären keineandere Güter Zollfrey als nur diejenige, welche inder Schweiz selbst entweder gewachsen ober fabrizirtsind. Auf solche Weise aber verliehre sich der Vor-theil der cidgenößischen Jollfreyheit in Rauch undNichts. 2°. Beklagte man sich, daß über die Kla-ge wegen gesteigerten Briefporto noch keine Antworterfolgt sey. Ungefähr vier Wochen nachher erschiendie Antwort des königlichen Handelsrathes, mitGegenklagen: Daß unter dem Vorwande der eidge-