Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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kekt und achter Treu zusammengelebt, so lang siedie Grundgesetze ihrer Freyheit als beständige Richt-schnür aller ihrer Rathschlägen und Handlun en be-folgt hatten, so blieben sie in blühendem Zustande:Nachdem aber die alte Einfalt und gutes Vertrauensich verlohren , und ein jeder sein eignes Interessedem allgemeinen Besten vorzog, wurden sie ein Raubihrer Feinde, und sanken unter fremde Bottmäßig-kett. Und was bedarf es von entfernten Ländernund Zeiten zu reden? Laßt uns einen Blick zurück-werfen auf die Begebenheiten der dreißig erstenJahre dieses zum End' eilenden Jahrhunderts!Was anders war es als Mißtrauen, Partheygeist,Anhänglichkeit an fremde Herren, welche diese geseg-neten, pündtnerschcn Länder zur traurigsten Schau-bühne eines verderblichen Krieges gemacht hatten?Diese wolgemeinten Warnungen beschliessen wiemit dem innigsten Herzenswunsch: Daß der Höchstecuern Freystaat, so lang Thal und Berg, Grundund Gräth stehen, (wie euer Pundtbrief sich aus-drückt,) noch ferner unerschüttert erhalte, daß ergegen jeden Angriff Euch mit gegenseitigem Zutrauenbewaffne, damit Ihr die Krone eurer theuer erwor-benen Freyheit auch für die spätesten Enkel behaup-tet , wozu wir denn im Namen unsrer gnadiaenHerren und Obern zu jeder Zeit den möglichstenBeystand versprechen.