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nen finstern Anstrich gegeben. Beynahe bis zumVerlauf der erstem Halste/ selbst noch des XVIl'tenJahrhunderts / herrschte in dem Kleiber-zuschnitt/wie in der theologischen Systemform, in der Gesetz-gebung des weiblichen Spiegeltisches / wie in derpolitischen Dreßkammer des Senates das wieder-sprechendeste Wirrwarr. Gleichwie auf Strassen,und im Bcsuchzimmer Pietisten und Systemsclaven,Altgläubige und Neue laubige , so begegneten sichauch alte und neue, fremde und einheimische Mo-den in Kleidung, schweizerische Hausecken, franzö-sische Robben.
Die Tbeurung, womit damals die Eidgenossenso schrecklich heimgesucht waren, war eine Folge desKrieges zwischen den benachbarten Staaten. Nichtnur verzehrten die Kriegesheere an den Gränzen al-les Brod, auch dräuten die Aliirten den Bantonenmit gänzlicher Aufhebung des Handels, und schonhatten sie aller Orten die Zufuhr gesperrt; ihr Un-willen wurde gereizt durch die Menge eidgenössi-scher Truppen, die sich in französischem Soldebefanden. Umsonst, daß man hie und da diese Trup-pen zurückrief, und bey hoher Strafe neue Werbungverbot; durch die Frucht'pccrung selbst vermehrtendie Aliirten den Zulauf zu ihren Feinden. Je län-ger je mehr stieg die Theurung; als im Jahr 1692.das Gewitter alle Felder verheerte, so entstand dieunbeschreiblichste Hungersnoth. Der Mütt Getrar-bcs, der sonst z bis 4 Gulden galt, war jezt aufii Gulden gekommen; auch um Geld fand man keinBrod. Viele Leute nährten sich mit wildwachsen-den Wurzeln: man ließ es geschehen, daß ganze