Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
353
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die Studierende zur Uuterschreibung der beson-dern und ausschiiessenden Gnade genöthigt wur-den. "Den :6. August 1671. wurde, nicht ohnegrossen Unwillen der Geistlichkeit, Müssard, einUniversaliste, zum Pfarrer ernennt. Franz Tür-retin veranstaltete zwischen ihm und Tronchin,und Mestrezat in der Versammlung des GrossenRathes/ einen theologischen Wettstreit. Zu gleicherZeit langten Briefe von Zürich und Lern an / mitdringender Bitte / daß ja die Genfer der neuenLehre von der allgemeinen Gnade kein Gehör ge-ben. Hierauf wurde die ehmalige Erkanntniß bestät-igt : Daß kein Univerfaliste zu Lehr- und Predigtäm-tern wahlfähig seyn sollte, und Müssard begab sichvon Genf nach London.

Wegen gänzlicher Verbannung des AmyraldisiMUS/ auch aus den eidgenößifchen Kirchen / tratnunmehr Franz Türretin in schriftliche Unterhand-lung mit dem Züricherscheu Gottesgelehrten / Ioh.Heinrich Heidegger. In der Lebensgeschichte die-ses leztern heißt es: „Von Seite der helvetischen»Kantone/ Zürich / Bern/ Basel und Schaffhausen„wurde im Jahr 1674. den Lehrern und Predigern»der Auftrag eines Entwurfes zur Kirchenvereini-»gung gegeben. Nach langem Briefwechsel unter»den schweizerischen Gottesgelehrten kamen sie zu-»lezt überein/ daß eine kormula consenw« sollte ver-l»fertigt werden; nach vorgetragner Lehre der Wahr-» heit sollte dieses Formular gewisse Irrthümer mit»ausgedrückten Worten verurtheilen. Heidegger»verfaßte fünf und zwanzig Puncten von dem Um-(II. Theil.) Z