Band 
[Zweyter Theil.]
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Ein nicht weniger merkwürdiges Opfer auf dereinen Seite des Gewissenszwanges, auf der andernSeite der Schwärmerey war I. D- A. Dabei, ausder Pfarre Vilette im pays de Vaud. *) Nachdemer in Holland bey dem Regiment Saconnay, undhernach bey dem Regiment Spaar, als Hauptmanngedient hatte, diente er hernach in dem einheimischenKriege vom Jahr 1712. Wegen seiner außerordent-lichen Verdienste erhielt er von Bern ein jährlichesGehalt, gänzliche Steuerbefreyung, und die Stelleeines Landmajors. Auf einmal beredete er sich,er sey von Gott berufen, das Pays de Vaud demKanton Bern zu entreißen, und daraus den XIVtenKanton zu machen. Mit der Ausführung diesesEntwurfes wartete er bis zur Ostern im Jahr 172z,weil alsdenn alle Landvögte von der Landschaft nachBern zogen. Von allen Kanzeln in seinem Militär-bezirke ließ er verkündigen, daß auf den 29. März172z, morgens um 5 Uhr, die sämmtliche Mann-schaft sich zu Cullp auf dem gewohnten Sammel.platze bewaffnet cinfinden sollte. Von derselben son-derte er drey Compagnien ab, und zog mit ihnen ,unter dem Vormunde eines geheimen Auftrages,den zi. März nnvermuthet in Lausanne ein. Ganzbestürzt hierüber, versammelte sich daselbst der Rath.Davel begab sich auch hin, und eröffnete seinen An-schlag, indem er eine Schrift überreichte, voll Vor-würfe gegen die hohe Regierung zu Bern; fonder-

) G. Dousatz Memor. povr iervir A 1'8iü. äes Iroublessrrives en 8uills L I'Occ^s. LonseiNus , wie auch SiM-kew llrfunhcnsammlung, Tand I!. TH. I. S. -8r.