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Wattenwcil sehr freymüthig, und mit Eifer vonden vermeinten Unordnungen der Bernerschen Re-giernng. Ich bin versichert, fügte er bey, daß dieObrigkeit bev diesem Vorfall Anlaß nehmen wird,die Mißbräuche abzuschaffen. Geschieht es, so schätz'ich mich glücklich, zum Besten des Vaterlandes einSchlachtopfer zu werden.
Die Entdeckung etwanniger Mitschuldigen suchteman von ihm durch das Daumeleisen zu erpressen.Diese Pein lidt er mit Geduld und Standhaftigkeit.Er bezeugte vor Gott, er habe keine Mitschuldiggen, und alles sey auf göttlichen Antreib geschehen.Die Folter ward wiederholt und vergrößert: immerführte er die gleiche Sprache. Zu den Umstehendensagte er: Das ist unerhört schmerzhaft! Doch ichweiß, daß Ihr dabey so viel leidet, als ich. Nachausgestandener Tortur anerbot man ihm Kraftwas-ser, er schlug es aber aus. Die Geistlichen undandre Personen besuchten ihn öfters. Niemandkonnte ihn von seinen getraumten Offenbarungenzurückbringen. Mit Standhaftigkeit antwortete erauf alle Einwürfe, doch immer mit Bescheidenheitund Sanftmuth, ohne einiges Merkmal der Unge-duld. Unter anderm sagte er, daß er drey Monatevor seiner Unternehmung beständig im Gebethe ver-harret, auch öfters gefastet habe; demüthig habe erGott angefleht, daß er ihn vor Verblendung ver-wahre , daß er ihn nichts gegen das Vaterland,nichts gegen seinen Willen vornehmen lasse. An-statt eine Veränderung nach dem Fasten und nachdem Gebeth zu empfinden, (wovon er also über-natürliche Wirkungen erwartete,) habe er vielmehr