Band 
[Zweyter Theil.]
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(ohne Zweifel durch Geistesanstrengung) seineninnern Trieb desto unwiderstehlicher gefühlt. Ichfolgte denn, sagte er, meinem Ruf, den ich nunmit meinem Blute versiegle.

Sein Betragen, sein Gesicht waren ruhig undheiter, und er bezeigte sich fröhlicher als jemals.Immer aß er mit Appetit und schlief sanft. Er be-hielt seine gefällige Lebensart, seinen aufgeräum-ten Umgang.

Ungeachtet der Senat zu Bern, als Landesherr,sich das Richteramt über diesen Fall, als einen Hoch-verrath, hätte anmaßen können, so überließ er dochdas Urtheil der Stadt Lausanne, oder der dortigenLue äs Lourg, welche seit langem das Blutrecht hat.Davel erschien vor den Richtern mit heiterer Ge-genwart und freundlicher Mine. Mit Mehrheit derStimmen ward erkennt: Man sollte ihm die rechteHand abhauen, das Haupt wegfchlagen, es an denGalgen nageln, den Rumpf aber auf der Richtstädteverscharren. In Bern wurde dieser Spruch dahingemildert, daß das Abhauen der Hand unterblei-ben sollte. Bey Ankündigung des Todesurtheils be-merkte man bey Daveln nicht die geringste Bestür-zung. Auch die lezte Nacht seines Lebens schlief erruhig. Man konnte ihn nimmermehr überzeugen,daß seine Unternehmung strafbar gewesen; dessenungeachtet erkennte und gestand er, daß, nach ih-ren Grundsätzen, die Obrigkeit sehr gelinde gegenihm handle. Als man ihn aufforderte, seinen Fein-den zu verzeihen, sagte er: Ich habe keinen Feindin der ganzen Welt. Als man ihm Mitleiden be-zeugte, versicherte er, daß sein Schicksal glücklich