Band 
[Zweyter Theil.]
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sey, und daß er den süßesten Frieden in seinerSeele genieße. Er gieng durch die Stadt mit äusser-ordentlicher Freudigkeit, und sagte einmal: Seht,seht da den Triumph des Christen! Auf dem ganzenWeg gab er lauter Proben von der Gegenwart sei-nes Geistes, so z. B. als man mit ihm zu Mont-benon anlangte, und die Landstrasse gieng, wo eingrosser Staub war, sagte er: Vielleicht thaten wirbesser, über die Wiesen zu gehen. Ein SchwärmReuter im Galopp kamen ihm in einer Staubwolkezu nahe, freundlich bat er sie, sich vorwärts oderhinterwärts ein wenig von ihm zu entfernen. Alsdie Wache das Volk mit Schlägen zurücktrieb, bater sie, doch niemandem kein Leid zuzufügen. Andem Rande des Blutgerüstes hielt er eine sehr er-bauliche und rührende Rede. Hierauf entkleidete ersich, wie einer der sich will zu Bethe legen, ohneirgend einige unruhige Bewegung. Auch nach demTodesstreich behielt sein Gesicht die sanftesten Züge.

Außer Daveln, Bodmern, und einigen andernwar besonders auch von Muralt, *) einer von dengeistreichern Köpfen, die unter der Pestseuche desFanaticismus erlagen. Erst gegen der Mitte desXVItltcn Jahrhunderts fieng man an, sich gleichweit von dürrer Scholastik, und von giftiger Schwär-merey zu entfernen. Auf die güldene Mittelstrasseleiteten in Genf A. Türretin, in Neuenburg Oster-wald, in Basel Werenfels, Zimmermann und Brei-ringer in Zürich. Mit bescheidener Weisheit erinner«

* ) Der Verfasser der I-ettres tur les Lnzlsir L Iss kranqms rder Lsttrer ürnatigues , u. s- w.