Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Astronomen, Llavius und lltaconius, das wahreSonnenjahr um eilf Minuten kürzer fanden, alsGostgenes geglaubt hatte. Auf einmal ward derIrrthum dadurch berichtigt, daß man im Octoberi;82. zehn Tage dieses Jahres austilgte und wei-ter verordnete, daß künftig innert z Jahrhundertenz Schalttage sollten ausgemarzt werden. Diese so-genannte neue Zeit ward, so wie in der ganzenkatholischen Welt, auch von den VII. katholischenRantonen in der Eidgenoßschaft angenommen. Diereformirw Bantone, auch ganz Glarus und Appen-zell blieben nach dem Beyspiel der nordischen Kro-nen, Englands, und aller Protestanten in Deutsch-land bey dem alten Aalender. Die Abneigung vorder Verbesserung desselben kam bey den Protestantengroßentheils daher, weil diese Verbesserung schondurch die tridentimsche Nirchenversammlung em-pfohlen, und nunmehr von einem Papste, das heißt,nach damaligen Begriffen, von dem Antichrist ein-geführt worden. Wie erstaunte nicht die frommtEinfalt, als im Frühjahr 1700. ein Schreiben derevangelischen Reichsstände an das gesamte evange-lische Lorpus in der Eidgenoßschaft einkam, folgen-den Jnnhalts: „ Aus den ungleichen Zeit - und Fest«Rechnungen des juliamschcn und gregorianischenKalenders seyn bisher grosse Verwirrungen und Un-bequemlichkeiten , sonderheitlich in Landern von ver-schiedenem Gottesdienste, wegen der Festtage ent -standen. Diese Verwirrungen und Unbequemlichkei-ten vermehren sich jezo mit dem Jahr 17-0. uni>zwar wegen ausbleibender Einrückuna des Schalt-tages, und daher entstehenden, grossem Unterscheids

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