Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
373
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^ sen Widerstand. Auf der bald hernach erfolgten^ außerordentlichen Tagleistung im Scpt. bedaurteAppenzell außer Rhoden, daß von St. Gallengegen die Kalenderreform allerley ungute Redenunter das Volk ausgestreut werden. Oeffentlich ge-stand hierauf der Gesandte von Gr. Gallen, daßsich diese Stadt entschlossen hatte, wenigstens füreinige Zeit noch den alten Ratender beyzubehalten.Don der Tagleistung aus schickte man an Appenzellund Gt. Gallen ein eidgenössisches Ermahuungs-schreiben, entweder den neuen Kalender auch an-zunehmen, oder wenigstens alles Schmähen gegenseine Einführung zu hindern. St. Gallen verstandsich ein über das Leztere, aber nicht über das Er-stere. Zugleich beschwerte es sich über die empfan-genen Vorwürfe des Appenzellerschen Rantons.

Unterm 14 Octob. schrieb ein gewisser PfarrerLeonardi aus pündten an Doktor Gcheuchzer inZürich: Vielleicht würde es von heilsamen Folgenseyn, wenn dieser Kanton, die theologischen, po-litischen und astronomischen Gründe für die Annah-me des neuen Kalenders in öffentlichem Drucke be-gannt machen wollte. Die gedruckte Schrift müßtealsdenn unter die Pfarrer und durch sie unter dengemeinen Mann ausgetheilt werden. Von Zürichaus wurde hierauf den Decanen, durch den Antistesein Rreioschreiben, ohngefähr nach Leonardis Vor-schlag , zugesandt. Um so viel nöthiger war es, dasich wirklich mit Anfang des neuen Jahres die Ab-neigung der Appenzeller und St. Galler gegen denneuen Kalender auch über das benachbarte Rhein-thai verbreitete.