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In dieser Schrift lesen wir: Heißt es, die
evangelischen Reichsstände bedienen sich dieses Ka-lenders : Was gehen aber uns die Stände des Reichsan? Wir sind davon völlig frey. 2°. Ob wir uns! von den übrigen protestantischen Orten sondern wol-len? Wir sind gefreyte Leute, und bleiben bey demHerkommen der frommen Vorältern. zo. Die Geist-lichen und andere Gelehrte begünstigen diesen Ka-lender : Die Geistlichen sind aber auch Menschenwie andere; besonders die Jungen reden aus Un-bedachtsamkeit dem und diesem etwas zu gefallen,ohne hievon die Folgen zu sehen. Auch sind sie kei-neswegs einig. Lehrt wol das Evangelium denSchwachen Aergerniß geben? Dieß thut aber derneue Kalender; er macht viele zweifelhaft im Glau-ben , lau beym Gottesdienst, mkßträuisch gegenLehrer und Obrigkeit. 40. Man möchte uns fürNarren halten, wenn wir jede Neuerung tadeln!Die Alten hatten aber auch Hirn im Kopf. 5°. DieAstronomen bestehen nicht mehr bey der Rechnungnach dem alten Kalender. Ja freylich, wenn sie be-rechnen wollen, was nicht zu berechnen ist, z. B.die Stunde der Zukunft Christi. 6°. Der neue Ka-lender würde im Handel und Wandel viel Leichtig-keit bringen: Um Kaufmannsbriefe willen lohnt essich aber nicht der Mühe solchen Lärmen zu blasen;an der geistlichen und himmlischen Kaufmannschaftligt wol das meiste, u. s. w.
Seit dem lezthin im Rheinthal ergangenen Gtraftedikl schienen sich die Mißvergnügten zum Zielezu legen, und nur die Rädelsführer wollte deräandvogt zur Rechenschaft ziehen, Mit Gewalt