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sahen sich die Prediger genöthiget, für ihre un-ruhige Gemeinden bey Zürich um Gnade zu bit-ten, oder sie wurden selbst in der Kirche mit lautenDränungen bestürmet.
Mittlerweile herrschte in Glarus großer Unwillengegen die Gesandte, welche auf der leztjahrigenTagleistung , ohne porwissen des Volks, zu derKalenderveranderung beygestimmt hatten. Größten-theils, um sich wegen ihres eigenmächtigen Verfah-rens zu rächen, verwarf nun im Maymonat dieLandesgemetnde, nach hitzigem Wortwechsel, dieneue Zeit mit Mehrheit der Stimmen. Oeffentlichwarfen ein gewisser Landweibel Schallt, und an-dere Demagogen den Gesandten die Überschrei-tung ihrer Gewalt vor, und nicht ohne Mühe ver-hinderte man ein Gtrafurtheil über ihre Personen.Zum Gegensatz beliebte man durchgängige Amnestiefür alle diejenige, welche während des Handelssich allerley Unfugen und böse Reden erlaubt hatten.Katholisch Glarus bliebe natürlich bey feinem imvorigen Jahr gefaßten Entschluß, und trat vondem alten Kalender ab, dem er unter allen katholi-!schen Eidgenossen allein, seit dem Jahr 1584. bisauf jezt, ergeben geblieben.
In Appenzell außer Rhoden, ward die neue Zeitnicht nur einhellig verworfen, sondern zugleich wur-den einige Gönner derselben unter fürchterlichemTumulte von der Landsgemeinde ihrer Rathsstellenentftzt. In den lll. pündten behauptete der alteKalender ebenfalls sein hergebrachtes, ehrwürdigesAnsehen. Hinter solchen Beyspielen verbargen sichdie St. Galler, und erst im Jahr 1724. wagten